Sparguthaben – sicher ist der Wertverlust.

Spareinlagen verlieren real an Wert.

Für viele Anlegerinnen und Anleger in Österreich bringt das Niedrigzinsumfeld aktuell so gut wie keine Rendite. Durch die nun ansteigenden Inflationsraten verschärft sich die Situation weiter. Dies ist jedoch kein neues Phänomen der Zeit niedriger Zinsen, sondern schon seit Jahrzehnten Tatsache. Beispielsweise betrug in den 1970er-Jahren die nominelle Verzinsung täglich fälliger Spareinlagen rund vier Prozent, die realen Zinsen waren jedoch aufgrund der damals sehr hohen Inflation deutlich negativ. Positive Realzinsen waren in den letzten 50 Jahren eher die Ausnahme.

Trotzdem zeigen Untersuchungen der Oesterreichischen Nationalbank, dass die Österreicherinnen und Österreicher in der Vermögensveranlagung einen sehr hohen Bestand an täglich fälligen Geldern, seien es Sparbuchguthaben, Festgelder oder Kontoguthaben, bevorzugen. Dies ist sicherlich zu einem hohen Maß dem Sicherheitsgedanken geschuldet, zumal Konto- oder Sparguthaben nicht an (nominellem) Wert verlieren können. Zudem wird mit der Einlagensicherung bei Banken dieser Sicherheitsgedanke noch unterstützt. Doch zieht man von dem vereinbarten Zinssatz die Kapitalertragsteuer und die Inflation ab, so wird das Kapital real weniger wert.

Auf eine gute Mischung unterschiedlicher Anlageformen kommt es an.

Auch wenn für viele Anlegerinnen und Anleger der reale Wertverlust durch übermäßig hohe Sparguthaben nachvollziehbar ist, so stellt sich die Frage nach Alternativen.

Die Spezialistinnen und Spezialisten für Financial Planning sehen hier einen anderen Zugang als den bloßen Zinsvergleich unter Anbietern als angebracht.

Vielmehr sollte durch das Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben eine eigene Liquiditätsplanung erstellt werden. Dadurch kann der benötigte Kapitalbedarf der nächsten Monate und Jahre möglichst detailliert dargestellt werden. Diese Planung führt uns zu der notwenigen Liquiditätsreserve (die „eiserne Reserve“) und dem mittel- und langfristigen Anlagepotenzial. Auf dieser Grundlage kann eine passende Veranlagungsstrategie definiert und mittels geeigneter Wertpapiere oder alternativer Investments zusammengestellt werden.

Dieser letzte Schritt sollte jedoch im Einklang mit den persönlichen Wünschen, Zielen und der eigenen Risikotoleranz erfolgten. Auf jeden Fall sollte eine professionelle Veranlagung auch Investmentfonds umfassen, da hier eine breite Risikopalette auswählbar ist. Zudem können im Einzelfall auch Investments in Gold oder Versicherungslösungen ein adäquates Investitionsmittel sein. Ein hohes Sparguthaben alleine ist sicherlich nicht immer angebracht und mit Sicherheit langfristig ein Garant für realen Wertverlust.

Für Ihre Fragen steht Ihnen Ihre Private Banking Kundenberaterin bzw. Ihr Private Banking Kundenberater sehr gerne zur Verfügung.

Grafik

Bis Dezember 1993 Spareinlagen zum Eckzinssatz, ab April 1995 täglich fällige Spareinlagen, ab Jänner 2003 Zinssatz für täglich fällige Spareinlagen in EUR. Jänner 1994 bis März 1995 keine Daten vorhanden. Die Zinssätze beziehen sich jeweils auf das Neugeschäft. Real: Deflationiert mit dem (laufenden) Verbraucherpreisindex (VPI66),

 

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